So war 2014

So war 2014

Auch im Jahr 2014 wurden wieder tolle Filme bei uns eingereicht. Nominiert wurden insgesamt 12 Filme:

  • drei Filme in der Kategorie 12 bis 15 Jahre
  • sechs Filme in der Kategorie 16 bis 18 Jahre
  • drei Naturclips (12 bis 18 Jahre).

 

Nominierungen in der Kategorie 12 bis 15 Jahre

Eisvogel und Wiedehopf. Ein Film von Clemens Keck.

Auf den Spuren von Salamander, Fuchs und Reh im Solling. Ein Film von Leonid und Levin Czyppull.

Ein Tag im Naturparadies Warnowtal. Ein Film von Tadeo Hepperle.

Bester Naturfilm in dieser Kategorie: Ein Tag im Naturparadies Warnowtal.

Das sagt die Jury dazu:

Tadeo Hepperles Film besticht durch ein klar fokussiertes Thema - dem Warnow-Mildenitz-Durchbruchtal - und durch eine dynamische Kamera. Tadeo setzt Zeitraffer und Zeitlupen ein, ebenso einen Wechsel zwischen Text- und Musikpassagen. So variiert er den Rhythmus des Films und schafft kurzweilige Szenen, die er mit einer passenden Atmo unterlegt hat. Seine Beobachtungen ziehen sich durch den Tag, womit er einen dramaturgischen Bogen findet. Tadeo nimmt seine Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise entlang der Warnow, die er als Protagonistin für seinen Naturfilm gut gewählt ist. Insgesamt ist ihm mit seinem ersten Wettbewerbsbeitrag ein überzeugender, abwechslungsreicher Film gelungen.

Nominierungen in der Kategorie 16 bis 18 Jahre

Einblick in das Brutverhalten der Kohlmeise. Ein Film von Mathias Schubert.

Die Farben der Natur. Ein Film von Jan Bohacek, Tobias Bohne, Matthias Dörnbach und Lukas Kahmen.

Die erste Brut. Ein Film von Johannes und Philipp Mickenbecker

Der Wald mit neuen Augen. Ein Film von Hannah Krämer und Lea-Lina Oppermann.

Das Netz des Waldes - Alles ist verbunden. Ein Film von Lars Frenzel.

Wilde Nächte im Tegeler Fließ. Ein Film von Adrian Bothe.

Bester Naturfilm in dieser Kategorie:

In diesem Jahr wurden gleich zwei Filme zum Besten Naturfilm gekürt. Beide überzeugten die Jury mit einer hohen Qualität.

Bester Naturfilm: Die Erste Brut.

Das sagt die Jury dazu:

Die 17-jährigen Zwillingsbrüder Johannes und Philipp Mickenbecker sind schon zum zweiten Mal dabei, diesmal sogar mit zwei Filmbeiträgen, einem Kurzfilm und einem Clip. In diesem Jahr haben die beiden ein Haubentaucherpärchen begleitet, angefangen von der Balz über die Paarung bis hin zur Brut.

Entstanden sind außergewöhnlich ästhetische Aufnahmen, die mit viel Sorgfalt gedreht, mit einer guten Atmo und passender Musik unterlegt wurden. Dabei beweisen die Filmemacher erneut ihre große Ausdauer und Geduld, sowie ihre Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Situationen und mit der Technik. Sie verstehen es, eine Geschichte filmisch zu erzählen und sich mit Worten zurückzuhalten. In der runden Dramaturgie schafft das Gewitter ein gelungenes Spannungsmoment. Ein insgesamt sehr aufwändig gemachter und anspruchsvoller Naturfilm.

Bester Naturfilm: Der Wald mit neuen Augen.

Das sagt die Jury dazu:

Die beiden Filmemacherinnen Hannah Krämer und Lina Oppermann sind nicht zum ersten Mal dabei: In den vergangenen Jahren hatten es ihnen schon Mäuse und Wildkaninchen angetan. In diesem Jahr nun präsentieren sie einmal mehr einen sehr phantasievollen, literarischen Film zum Lebensraum Wald.

Durch ein Gedankenexperiment wird der wohlbekannte europäische Wald neu entdeckt und in Szene gesetzt. Dabei werden Fragen aufgeworfen, die auch unser Leben betreffen.

Der Kurzfilm überzeugt durch eine außerordentlich kreative Aufarbeitung des Themas. Der Text in Reimform ist nicht nur eine geniale Idee, auch bringt er die Botschaft nuanciert und pointiert an die Zuschauer. Schöne Kamerabewegungen, toll geschnittene Bilder und der präzise Einsatz der Musik vermitteln eine ansprechende, mitnehmende Leichtigkeit. Dazu kommt der sowohl inhaltlich, grafisch als auch technisch gelungene Einsatz selbst erstellter Animationen. Der Film entspricht dem Stand der internationalen Diskussion um den Dokumentarfilm und macht erneut Lust auf mehr aus dem Hause Krämer/Oppermann.

Nominierungen in der Kategorie Naturclip (12 bis 18 Jahre)

Eisvogel auf der Jagd. Ein Clip von Johannes und Philipp Mickenbecker.

Bring deine Welt zum Blühen. Ein Clip von Karin Lorenz.

Ein Biotop. Ein Clip von Jonas Nied und Max Rink.

Bester Naturclip: Bring deine Welt zum Blühen.

Das sagt die Jury dazu:

Die Filmemacherin hat eine in sich geschlossene Idee mit klarer Botschaft umgesetzt und erreicht auch ohne Text die Zuschauer. Visuell ist das kleine Werk überzeugend: Methodisch klar konzipiert, besticht der Clip durch seine aufwändig gemachten Zeitrafferaufnahmen, die viel Arbeit erforderten und ein hohes Niveau aufweisen. Ein etwas anderer Clip, der für sich spricht.

"Als nächstes möchte ich Fledermäuse in Zeitlupe filmen."

Tadeo Hepperle, Gewinner Bester Naturfilm in der Kategorie 12 bis 15 Jahre

Heinz Sielmann Stiftung